Zurück zur Einfachheit oder ein inspirierender Kundenbesuch

Was waren das für aufregende und inspirierende Tage. Das erste mal wurde unsere Mahlgut-1 Kaffeemühle in einer Zeitschrift erwähnt und beim betrachten unser Kaffeemühle in der Business Punk stolperten wir über den Satz: „Eine gute Mühle ist nie billiger als die Espressomaschine“. Wir vom Mahlgut-Team mussten schon darüber schmunzeln, denn die meisten Coffee-Lovers geben schon wesentlich mehr Geld aus für eine Espressomaschine, als für eine gute Mühle, aber da reden wir auch von richtig großen Maschinen und Schönheiten, Chrombombern, technischen Meisterwerken oder legendären Maschinen, die einfach auch Ihr Geld kosten. Ich selbst bin unter anderem noch Besitzer einer Bezzera Mitica Top, die auch schon um einiges teurer ist als unsere Mahlgut-1 und genau wie unsere Kaffeemühle Ihr Geld wert ist und ich muss gestehen, ich liebäugle schon eine ganze Zeit mit einer Bosco Sorrento, welche preislich auch noch mal in einer ganz anderen Liga spielt. Hier handelt es sich auch, wie bei unserer Mahlgut-1 Kaffeemühle um eine Manufaktur-Maschine, welche einfach Ihren Preis hat.

Um es aber trotzdem mal pauschal zu sagen, sollte man einfach nicht an der Kaffeemühle sparen, denn diese ist auch ein ganz wichtiger Teil für die Zubereitung von richtig guten Kaffee. Umso schöner war dann die Begegnung letzte Tage, die Timo und mich zum Nachdenken anregten.

Wir waren unterwegs Richtung Hamburg und trafen uns mit dem Team von Quijote Kaffee, die sich unsere Mühle mal genauer anschauen wollten. Unsere Mahlgut-1 wurde getestet was das Zeug hielt. Ganz besonders freute uns, dass die Messungen mit einem Refraktometer noch mal bestätigten, wie gut unsere Mühle wirklich ist. Es gibt so gut wie keine Abweichung zwischen zwei Bezügen und das obwohl wir die Mahlgut-1 nach dem ersten Bezug einmal komplett demontiert haben. Vielen Dank auch noch mal an Quijote Kaffee. Das war für uns wirklich ein tolles Erlebnis und ein tolles Treffen. Ich muss nicht erwähnen, wie gut die Espressi schmeckten, die wir dort verköstigt haben.

Wo wir ohnehin schon mal in Hamburg waren, konnten wir auch die nächste Mahlgut-1 Bestellung ausliefern. Der zukünftige Mahlgut-1 Kurbler war informiert und freute sich, dass wir mit seiner Mühle auch persönlich vorbeikamen. Nach einem kleinen Plausch gingen wir sofort in die Küche und dann die große Überraschung. Es gab keine Kaffeemaschine. Weder eine Espressomaschine oder eine normale Kaffeemaschine, keinen Vollautomaten oder sonst irgendwas. Nur eine Edelstahl-Herdkanne. Ich gebe zu, wir staunten nicht schlecht. Unser Kunde sagte uns, dass er gelesen hätte, dass die Kaffeemühle sehr wichtig sei und er hat einfach keine Lust so viel Geld für eine große Espressomaschine auszugeben, zumal er eine Herdkanne gefunden hat, wo ihm der Kaffee raus schmeckt und er auch nicht den Platz verschwenden möchte, außerdem müssen die großen Maschinen immer so lange vorheizen und Ihm bereitet die Zubereitung mit der Herdkanne echt Spaß, zumal es einfach ist vom handling und für den Urlaub praktisch, denn die Herdkanne funktioniert auch auf einem Camping-Kocher und die Mahlgut Kaffeemühle wird ja dazu ohne Strom betrieben.

Während er uns das erzählt wurde seine Mahlgut-1 gefüllt und frischer Kaffee gemahlen. Kein Abwiegen der Bohnen, einfach eine Handvoll in die Mühle. Mahlgrad wird schon passen und los ging es. Die Herdkanne wurde gefüllt und auf den Herd gestellt. Weil er und seine Frau so gerne einen guten Latte Macchiato trinken ist das Aufschäumen am Herd auch kein Problem. Also Topf auf den Herd, Milch rein, Herd an und dann mit einem Schneebesen die Milch aufschäumen. Ein paar Minuten später war die Milch aufgeschäumt und der Kaffee aus der Herdkanne fertig. Latte Macchiato Gläser raus, Milch aus dem Topf auf alle Gläser verteilen, Kaffee auf alle Gläser verteilen und fertig. Jetzt der Knaller: Das schmeckte phantastisch.

Das war so inspirierend und passte so unglaublich gut zum Zitat der Business Punk. Ist das vielleicht ein Blick zurück um auch vorwärts zu kommen? Also musste ich das direkt zuhause ausprobieren.

Irgendwo flog noch eine alte Bialetti Herdkanne rum, die ich auch relativ schnell wieder fand. Dazu noch der Bialetti Aufschäumer Tuttocrema, den ich auch noch hatte und los ging es. Ich habe versucht den Aufwand so gering wie möglich zu halten. Also einfach eine Handvoll-Bohnen in unsere Mahlgut-1 Kaffeemühle füllen, mahlen und nachdem ich den Espressokocher mit Wasser gefüllt hatte, kam das Kaffeemehl in das dafür vorgesehene Sieb. Getampert habe ich nicht, nur mit den Fingern ein bisschen angedrückt. Das war es eigentlich schon. Keine Bohnen abgewogen, kein sauberes Tampern, kein aufheizen.

Mahlgut-Herdkanne-Espressokocher-Mokka-kaffee_002 Mahlgut-Herdkanne-Espressokocher-Mokka-kaffee_003 Mahlgut-Herdkanne-Espressokocher-Mokka-kaffee_004 Mahlgut-Herdkanne-Espressokocher-Mokka-kaffee_005Eine Schwierigkeit hatte ich jetzt leider, denn die Herdkanne funktioniert nicht auf einem Induktionsherd, also ging ich raus zu meinem Grill, der zum Glück auch einen Seitenbrenner hat und weil die Sonne eh gerade schien, war es dann auch schön einen Kaffee mal in der Sonne zu zubereiten. Also Espressokocher und Milchaufschäumer auf das Rost gestellt und ein paar Minuten gewartet. Nach ein paar Minuten sprudelte der Kaffee in der Herdkanne und die Milch war warm genug um diese aufzuschäumen. Alles in einem Latte Macchiato Glas fachmännisch aufgegossen und danach genossen. Was soll ich sagen, es war richtig lecker.

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Natürlich ist der Kaffee nicht mit einem ordentlichen Espresso zu vergleichen, zumal das was aus der Herdkanne kommt auch kein Espresso ist, sondern eher eine Mischung aus Mokka und Espresso mit einer ganz eigenen Geschmackscharakteristik, aber es ist durchaus trinkbar und lecker und die Art der Zubereitung hat auch etwas. Heute gibt es auch schon eine ganze Menge bessere Herdkannen, die z.B. mehr Druck erzeugen und damit auch eine Crema, wo die Espressokocher nicht aus Aluminium sind, sondern aus Edelstahl, sprich auch die Funktionieren auf einem Induktionsherd und es gibt Sie auch schon mit einer eigenen Wärmequelle bzw. einer Mini-Herdplatte. Das Streitthema wie ungesund Aluminium ist, fällt damit auch weg. Für den Einstieg oder zwischendurch auch eine super Alternative zur klassischen Espressomaschine und bei dem Preis, was ein Espressokocher kostet, kann man auch absolut nichts falsch machen.

Wer mehr über die Espressokanne wissen möchte, der findet dazu bei Wikipedia einen tollen Eintrag.

Vielen Dank für die tolle Inspiration und für eine andere Sichtweise. Meine alte Herdkanne werde ich wieder öfter in Betrieb nehmen, aber natürlich wird meine Espressomaschine trotzdem jeden Tag weiter laufen und von der Bosco Sorrento träume ich jetzt auch noch weiter, was aber bleibt, ist die Mühle, denn meine Mahlgut-1 Kaffeemühle gebe ich nicht wieder her.

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