Zeit für eine Veränderung: MG-1(s) geht und Mola kommt

MOLA-e

Wir haben es ja schon bei Instagram und Facebook angekündigt. Es wird eine neue Mühle geben und die MG-1(s) wird eingestellt. Hier gibt es jetzt detailliertere Informationen dazu.

Erst im letzten Jahr haben wir ein paar Verbesserungen an der MG-1 angekündigt. Die Mühle sollte MG-1s heißen und wurde auch ein paar Monate getestet. Die Verbesserungen waren durchaus angebracht, aber wenn ich ehrlich bin hat die MG-1s uns nicht richtig gefallen. Es hat nicht „Klick“ gemacht.. Der Prozess die Mühle auf den Weg zu bringen war insgesamt schleppend und langwierig und jede Veränderung fühlte sich an wie ein Workaround und nicht wie eine echte Verbesserung. Weniger hätte der Mühle gut getan. Genauso ging es uns auch mit der Motorstation. Wir hatten schon einige Prototypen gebaut und auch länger getestet, aber mit dem Aufbau die Motor Station in Serie zu bauen, kam das ernüchternde Ergebnis. Unteranderem war die Station am Ende fast doppelt so teuer wie die eigentliche Mühle und das hätte in keinem Verhältnis mehr gestanden. Ständig mussten wir sowohl bei der Mühle, als auch bei der Motorstation Kompromisse eingehen und dabei wollten wir doch die Mühle besser machen und ein sinnvolles Add-On raus bringen.

Doch dann eines Tages schwirrte auf einmal eine neue Idee im Kopf rum. Das war der Anfang von MOLA.

Von Anfang an fühlte sich hier alles richtig und gut an, fast wie ein Befreiungsschlag, denn wir konnten unsere Erfahrungen, die wir in der Vergangenheit gesammelt haben, direkt einfließen lassen, konnten fast ohne Kompromisse eine bessere Mühle aufbauen, ganz ohne Rücksicht auf die Vergangenheit. Aus diesem Grund werden wir die Mahlgut-1(s) und vorerst die Entwicklung der Motorstation einstellen.

Derzeit haben wir auf Lager noch diverses an Material für einige Mahlgut-1 Handmühlen. Diese werden wir noch mit kleinen Verbesserungen (längere Kurbel und Nadellager statt Nylonring) aufbauen und zum Verkauf anbieten. Weiterhin möchten wir allen Mahlgut-1 Besitzer nach wie vor mit Rat und Tat zur Seite stehen und auch das kleine Update (Kurbel und Lager) mit anbieten. Da muss sich niemand Sorgen machen. Der Support bleibt weiterhin bestehen. Bei allen Mahlgut-1 Kunden, die sich für die Motorstation interessierten und schon so lange darauf gewartet haben möchten wir uns erst mal Entschuldigen. Wir haben das Thema einfach unterschätzt und werden allen Bestandskunden ein besonderes Angebot machen, wenn es soweit ist.

Im Zuge der Neuentwicklung der neuen Mühle sind wir einen ganz neuen Weg gegangen als in der Vergangenheit. Dank eines 3D Druckers war es möglich viele Punkte im Vorfeld zu testen, ohne das aufwendig und kostspielig Teile gefräst oder gedreht werden mussten. Unsere Partner waren sehr dankbar dafür und so konnte relativ schnell der erste funktionierende Prototyp aufgebaut werden. Ein Modell mal in die Hand zu nehmen ist  etwas Anderes als eine 3D Zeichnung am Bildschirm zu begutachten. Nachdem der erste Prototyp gebaut wurde und so funktionierte wie wir uns das vorstellten, haben wir beschlossen transparent damit umzugehen und erste Bilder/ Filme zu veröffentlichen. Wir freuen uns über das viele Feedback und die Anmerkungen. Nur so können wir uns stetig verbessern und den Mahlgut Kunden das geben was sie wollen.

Etwas schwieriger gestaltete sich die Namensfindung. Ein MG-2 kam nicht in Frage. Wir wollen abschließen und deswegen muss ein ganz neuer Name her. Zumal wir verschiedene Variationen unserer Mühle planen. Viele Namensvorschläge mussten verworfen werden da sie schon anderweitig belegt waren. Glücklicherweise kam ein guter Freund auf Mola, was aus dem Lateinischen kommt und Mühle bzw. Mühlenstein bedeutet. Klingt gut und funktioniert auch international. So erblickte Mola-e (für elektrische Mühle) das Licht der Welt. In der Planung ist noch eine Mola-h (Für Handmühle) und eine Mola-f (Für flache Mahlscheiben). Aber das ist noch Zukunft.

Technische Details zur Mola-e

Mola-e-maße-dimension

Mola-e ist 32cm hoch und die Grundplatte aus deutscher Eiche hat eine Breite von knapp 28cm. Die Mühle wiegt ca. 11Kg (ohne Akku), was daraus resultiert, dass wir die Mühle überwiegend aus Edelstahl anfertigen. Das Mahlwerk ist ein 68mm konisches Mahlwerk, was wir auch schon bei der MG-1 benutzt haben. Optional besteht die Möglichkeit das Mahlwerk mit einer speziellen DLC Beschichtung zu bekommen. Wieso DLC und kein TIN und was das genau ist bzw. was es bewirkt, werden wir demnächst noch genauer erläutern.

MOLA-e-zahnraeder-gear-wheelBei der Entwicklung von Mola war es uns wichtig, dass diese nicht zu schnell mahlt und der Geschwindigkeit einer Handmühle entspricht. Das Mahlgut soll sich nicht unnötig erhitzen. Der verbaute Motor dreht somit nur mit 100 Umdrehungen in der Minute, kann aber temporär einer Belastung von bis zu 20 N.m standhalten. Perfekt um auch helle Röstungen problemlos zu mahlen. Die Übertragung des Motors zur Welle erfolgt über wartungsarme Metall-Zahnräder welche nicht nur die Kraft Optimal übertragen, sondern auch noch sehr Laufruhig sind. Die Welle ist zweifach gelagert und ist durch eine Führung extra geschützt. Keine Bohnen und kein Kaffeemehl kommen mit der Welle oder mit den abgedichteten Kugellagern in Berührung.

MOLA-e-battery-akku-power-supply-netzteilIhren Strom bezieht Mola über einen Lithium-Polymer-Akku. Somit kann die Mühle flexibel aufgestellt werden ohne das eine Steckdose in der Nähe sein muss. Wir haben den Motor im Zusammenhang mit einem Lipo-Akku über 1 Jahr getestet und konnten damals schon gut 5 bis 6 Kg Kaffee mit einer Akkuladung über einen Zeitraum von ein paar Monaten mahlen. Wir halten das für eine gute Idee eine elektrische Mühle zu bauen, die keine Steckdose benötigt. Die meisten Kaffee-Ecken bieten eh schon nicht genug Platz, zumal die Netzteile meistens sehr unschön sind. Aufgrund der ersten Feedbacks die wir erhielten wird aber auch ein Netzteil mit angeboten. So kann jeder selbst bestimmen ob man lieber mit Akku oder mit einem Netzteil arbeiten möchte. Grundsätzlich wird beides möglich sein. Derzeit testen wir gerade zwei verschiedene Netzteile die in Frage kommen. Sobald wir da weiter sind werden wir natürlich berichten.

MOLA-e-mahlgrad-einstellen-grinder-settings

Das Einstellen des Mahlgrades ist sehr einfach gehalten. Man löst einfach den Hebel und dreht am Zylinder worin sich der äußere Mahlkranz befindet. Hat man den benötigten Mahlgrad gefunden, fixiert man diesen einfach wieder mit dem Hebel. Derzeit suchen wir noch die perfekte Skala um die Mühle so einfach wie möglich und vor allem reproduzierbar einzustellen. Eins vorweg, die Skala wird in das Edelstahl gefräst, somit nicht nur praktisch, sondern optisch auch ein Highlight.

MOLA-e-Siebträgerhalter-Portafilter-holderAufgrund der Größe von Mola-e konnten wir endlich einen Siebträgerhalter realisieren, der in der Höhe verstellbar ist und der eine flexible Griffauflage besitzt. Vom Hause aus passen die meisten Siebträger. Wer einen kleineren Siebträger besitzt, kann durch Adapterringe die Auflagefläche verringern. Somit kann jeder Siebträger problemlos benutzt werden. Weiterhin passt der allseits beliebte Blind Tumbler in den Halter.

Genug der technischen Details jetzt wird gemahlen

MOLA-e-workflow

Da es sich bei Mola-e um eine sogenannte Single-Doser-Mühle handelt, sollte die gewünschte Menge vorher abgewogen werden. Bohnen einfüllen, Siebträger einlegen und den Mahlknopf drücken. Sobald die Bohnen gemahlen sind, kann der Siebträger entfernt werden. Das Ergebnis ist ein fluffiges Mahlgut, ganz ohne Klümpchen.

Derzeit gibt es noch ein paar offene Punkte, bevor wir in die Serie gehen. Der zweite Prototyp mit einigen Verbesserungen wird gerade angefertigt. Wir werden ab sofort über jede Veränderung oder Schritt hier im Blog berichten. Wer Fragen hat zur Mola-e oder den Prototypen gerne testen möchte meldet sich am besten direkt bei uns. Wir freuen uns über jeden angemeldeten Besuch in Essen. Gerne kommen wir auch zu organisierten Treffen im deutschsprachigen Raum.

 

 

  1. Bin gespannt auf die Mühle und wie das Problem der statischen Aufladung gelöst wird, das bisher bei keiner Single Dose Mühle gelungen ist. Ich hoffe, dass vom Konzept mit Akku noch einmal Abstand genommen wird. Eine Mühle steht doch meist am gleichen Platz in einer Küche, wo es genug Steckdosen gibt. Akku´s bestehen aus Problemmüll, gehen früher oder später kaputt. Das wirkt für mich pseudoinnovativ, krampfhaft auf der Suche nach etwas, das es noch nicht gibt, aber in diesem Fall halt auch fast niemand benötigt.

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    • Hallo,
      das Problem mit der statischen Aufladung wird richtig man nur mit RDT in den Griff bekommen. Wir haben zusammen mit der Uni Bochum im entsprechenden Fachbereich das Problem besprochen. Es gibt eine Lösung, die aber so preisintensiv ist, dass man sich dafür fast einen Mittelklasse Wagen leisten könnte. Bezüglich des Akkus verweise ich auf die Textpassage: „Die meisten Kaffee-Ecken bieten eh schon nicht genug Platz, zumal die Netzteile meistens sehr unschön sind. Aufgrund der ersten Feedbacks die wir erhielten wird aber auch ein Netzteil mit angeboten. So kann jeder selbst bestimmen ob man lieber mit Akku oder mit einem Netzteil arbeiten möchte. Grundsätzlich wird beides möglich sein.“. Das ist bei weitem nicht krampfhaft oder „Pseudoinovativ“. Es rührt einfach nur aus zwei Gründen her: 1. Es ist einfacher für das Ausland und zweitens: Ich habe keine freie Steckdose an meiner Kaffeetheke 🙂 Fast niemand benötigt würde ich nicht sagen, denn das Feedback ist so ca. 50:50. Aber man kann ja selbstbestimmen was man möchte. Beides geht und das entsprechende Netzteil ist auch schon gefunden: https://www.instagram.com/p/BWPQtYznVT3

      Wenn Sie in der Nähe von Essen sind, kommen Sie rum und testen Sie die Mühle aus. Kaffee ist immer vorhanden 🙂

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